Highlights der Landesmuseen

Burgenland

Venus von Draßburg

Jungsteinzeit, um 5200 vor Chr.

Die Venus von Draßburg wurde im August 1933 bei Ausgrabungen des Burgenländischen Landesmuseums am Taborac von Draßburg in einer jungsteinzeitlichen Siedlungsgrube entdeckt. Die Venus ist das 9,5 cm große Wandstück eines birnförmigen Tongefäßes. Darauf ist in Ritz- und Relieftechnik eine stilisierte Frauenfigur mit deutlich ausgeprägten Geschlechtsmerkmalen zu erkennen. Aus der Tonqualität, der Gefäßform und Zierweise sowie nach Parallelfunden im Karpatenbecken ist die Datierung in das Altneolithikum, die Spätphase der Linearbandkeramik, in die Zselizer-Kultur gesichert. Es wird angenommen, dass der Topf mit der erotischen Figur als Libationsgefäß bei Fruchtbarkeitsriten in Verwendung gewesen sein dürfte.

Venus von Draßburg