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Burgenland

Stierkopfgefäß aus Donnerskirchen

ältere Eisenzeit, Hallstattkultur, um 700 vor Chr.

Am Mahdberg, oberhalb des Ortes Donnerskirchen, befinden sich vier große Grabhügel aus der älteren Eisenzeit. 1911 wurde in Hügel 3 eine steinumstellte Grabkammer mit zahlreichen Grabbeigaben und Tongefäßen, wie Kegelhalsgefäße (große Weinbehälter), Situlen (Eimer), Trinkschalen und das Stierkopfgefäß ausgegraben. Es war die Bestattung eines lokalen Fürsten der Hallstattzeit. Das Stierkopfgefäß zählt zu den hervorragendsten Erzeugnissen der urzeitlichen Töpferkunst in Europa. Es ist 31 cm hoch, hat einen Durchmesser von 42 cm und besteht aus rotbraun gebranntem Ton. Die Oberfläche ist rot geschlickert, gut poliert und mit geometrischen, dunklen Graphitmalmustern verziert. Auf der Gefäßschulter sitzen drei innen hohle Stierköpfe mit nach oben geschwungenen Hörnern. Die Verwendung des Stierkopfgefäßes vor der Niederlegung im Grab ist sowohl im kultischen als auch im profanen Gebrauch denkbar.

Stierkopfgefäß aus Donnerskirchen