Highlights der Landesmuseen

Oberösterreich

Horologischer Globus

2. H. 18. Jh.
Holz, gefasst, mit kleiner Messing - Pendeluhr im Inneren, H (ges) = 48 cm

In seinem Beitrag über die neuesten Erkenntnisse zu diesem Globus im Ausstellungskatalog „Technik. Gesammelte Aspekte des Fortschritts“ (2006) der Oberösterreichischen Landesmuseen vermutet Franz Wawrik, dass sich in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts Johann Ledl und der aus Krumau in Böhmen gebürtige Johann Jechl am Linzer Akademischen Gymnasium mit dem seit der Periode der großen Entdeckungsreisen dringendsten geographisch - astronomischen Problem beschäftigt haben: mit der Bestimmung der geographischen Länge zur See. Die Lösung der Längenmessung glückte um 1775 dem englischen Uhrmacher John Harrison mit der Herstellung eines funktionstüchtigen Chronometers. Ledl und Jechl konstruierten den wahrscheinlich unikalen "horologischen Erdglobus", der heute im OÖLM aufbewahrt wird. Jechl schuf für das 1754 in der Schule eingerichtete physikalische Lehrmittelzimmer ("Museum Physicum") mehrere Instrumente.

Horologischer Globus