Highlights der Landesmuseen

Tirol

Oswald von Wolkenstein, Handschrift c

nach 1445, vermutlich 1450-1470, Papier, 215 x 150 mm, 115 Blätter, einfacher Ledereinband über Holzdeckeln mit Leder-Messingschließe, aufgeschlagen fol. 8v/9r, Bibliothek, FB 1950

Zwischen 1450 und 1470 entsteht die jüngste der drei bekannten Handschriften, die das dichterische Werk Oswalds von Wolkenstein überliefern. Im Gegensatz zu den Handschriften auf Pergament in Wien (Nationalbibliothek) und Innsbruck (Universitätsbibliothek) ist das Exemplar im Ferdinandeum auf Papier geschrieben, sie enthält auch keine Musiknoten. Diese Handschrift befindet sich nachweislich seit 1825 im Ferdinandeum; das genaue Erwerbungsdatum ist unbekannt. Sie entstand sicherlich erst nach Oswald von Wolkenstein’s Tod als Gebrauchshandschrift, die ausschließlich die Textvorlagen ohne dazugehörige Noten tradiert.

Bild: Wolkenstein Handschrift(Foto: Frischauf, Innsbruck) - Bibliothek